Liebe Leserinnen und Leser,

Endlich ist es so weit: nach gefühlten drei Monaten Vorbereitungszeit, unzähligen Einkaufstouren und einer schier unendlichen Anzahl Familientreffen steht sie nun endlich vor der Tür: die Weihnacht. Noch ein letzter Kontrollrundgang, ob alles bereit ist. Sind die Geschenke fein säuberlich verpackt und angeschrieben? Die Weihnachtsgans im Ofen? Der Weihnachtsbaum geschmückt? Dann kann es ja losgehen mit den Feierlichkeiten. Doch auch wenn sich die Erwachsenen unter dem Baum eigentlich auf das Essen freuen würden, dürfen zuerst die Kinder ran. Wie viele Male haben sie in den vergangenen Tagen gefragt, wann der Weihnachtsmann endlich käme? Hat es jemand gezählt? Egal, jetzt ist Bescherung, und endlich können sich die Kinder über die Geschenke freuen, die sie bereits im September aus irgendwelchen Geschenkkatalogen ausgesucht haben und nun endlich in den Händen halten dürfen.

Nicht zu Unrecht werden sich manche Leserinnen und Leser jetzt fragen, ob ich denn so gar keine Freude an Weihnachten mehr habe. Vergleiche ich den heutigen Heiligabend mit denjenigen vor zehn Jahren, ist die Antwort: nein. Ich freue mich nach wie vor über Geschenke, auch wenn sie heute zumeist aus der Technik- anstatt wie früher aus der Spielzeug-Abteilung stammen. Allerdings stellt sich bei mir bereits Anfangs Dezember eine gewisse Weihnachtsmüdigkeit ein, was nicht unbedingt am Fest selber liegt, sondern an den unzähligen Einkaufspassagen, die bereits Mitte September mit Weihnachtskeksen, Schokolade und Geschenken bestückt werden. Ein Beispiel: In der Schweiz hat die Migros bereits am 10. September damit begonnen, Tragtaschen mit Weihnachtsaufdruck zu verkaufen.

"Feiern wir alle zusammen" - im September?

„Feiern wir alle zusammen“ – im September? Bild: Migros

Weihnachten wandelt sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Fest des Verkaufs, die Leute rennen selbst noch am 23. Dezember von Geschäft zu Geschäft, auf der Suche nach dem richtigen Geschenk für die Verwandten und Bekannten. Ist das der richtige Weg? ich persönlich erledige meine Einkäufe bereits Anfangs Dezember, um in den letzten Tagen vor dem grossen Fest meine Ruhe zu haben. Liebe Leserin, lieber Leser, behalte stets im hinterkopf, um was es bei Weihnachten wirklich geht: wir feiern die Geburt Jesu in einer erbärmlichen kleinen Krippe, ohne grossen Kommerz und Einkaufswahn. Anstatt hektisch von einem Geschäft ins nächste rennen zu müssen, haltet lieber einen Moment inne und denkt an die vielen Menschen, die nichts oder nur wenig haben und dennoch Weihnachten feiern können. Denn um genau das geht es doch beim Fest der Liebe, oder etwa nicht?

In diesem Sinne wünsche ich euch allen frohe Weihnachten,

Sven

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